EINE DOKUMENTATION
Ansicht der Bahnstation Fischbach-Weierbach von der Straßenseite aus gesehen © Copyright 2000 - 2020 Burkhard Thiel Alle Rechte vorbehalten
Bahnstation Fischbach-Weierbach Bahnstation Fischbach-Weierbach

Bau und Streckeneröffnung

Am 15. Dezember 1859 eröffnete die Rhein-Nahe Eisenbahn-Gesellschaft (RNE) das Teilstück der Nahetalbahn zwischen Bad Kreuznach und Oberstein (heute Idar-Oberstein). Die 141,8 Kilometer lange Gesamtstrecke ging am 26. Mai 1860 in Betrieb. Der Wiener Kongress beschloss 1815 den Ort dem Fürstentum Birkenfeld zu übergeben. Damit gehörte er zum Großherzogtum Oldenburg. Für die Durchführung der Strecke brauchte Preußen die Genehmigung des Großherzogtums, das forderte, die Eisenbahnstrecke nicht entlang der Nahe, sondern durch ihr Territorium zu führen. Was Preußen nicht akzeptierte. Erst nachdem Preußen drohte die Strecke über das Glantal zu führen, willigte der Großherzog ein.

Das Empfangsgebäude Fischbach-Weiersbach

Das dreigliedrige Stationsgebäude ragt durch seinen Heimatstil gegenüber den anderen Bahnstationen der Nahetalbahn deutlich heraus. Das Erdgeschoss war aus Naturstein gemauert, das Obergeschoss war verputzt. Der mittlere, giebelständige Gebäudeteil hatte auf jeder Seite einen Anbau. Beide Anbauten waren einstöckig und besaßen ein Walmdach, unter dem sich die Wohnungen der Bahnbediensteten befanden. Im Erdgeschoss gab es einen Warteraum mit den üblichen Schaltern für der Fahrkartenverkauf und der Gepäckaufbewahrung. An der westlichen Gebäudeseite wurde ein Putzbau für den Güterschuppen genutzt. Er besaß an beiden Längsseiten eine Seitenrampe und an der Gleisseite eine Kopframpe.

Weitere Streckeneröffnungen und Ausbauten

1884 erfolgte der zweigleisige Streckenausbau. Ab 1913 erfolgte der zweigleisige Ausbau der Strecke. In den 1960er Jahren baute die Deutsche Bundesbahn einen Stellwerksraum auf dem Hausbahnsteig. 2004/2005 begannen umfangreiche Sanierungsarbeiten im Bahnhof. Dabei wurde der Bahnhof geschlossen. Einige hundert Meter in nordöstlicher Richtung baute die Bahn zwei Außenbahnsteige, die über eine Straßenbrücke erreicht werden können. Die Klimaanlagen auf der Gleisseite des Stationsgebäudes deuten auf ein modernes Stellwerk hin.

Was hat sich verändert, was ist geblieben

Der Bahnhof gehört zu den ganz wenigen, über den fast keine Informationen vorliegen. Der Baustil des Gebäudes entspricht der Zeit nach 1900. Anhand der Natursteinmauern ist der Güterschuppen mit dem Bau des Empfangsgebäudes entstanden. Südwestlich des Stationsgebäudes entstand auf L-förmigen Grundriss ein einstöckiges Gebäude, das noch zum Bahnhof gehörte. Es entspricht im Baustil dem des Güterschuppens.
Bilder Fischbach-Weisersbach
Luftaufnahme
Planung und Konzession Nahetalbahn Bingen (Rhein) Hbf Saarbrücken Hbf PANORAMA
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