EINE DOKUMENTATION
Ansicht der Bahnstation Idar-Oberstein von der Straßenseite aus gesehen © Copyright 2000 - 2021 Burkhard Thiel Alle Rechte vorbehalten Bahnstation Idar-Oberstein Bahnstation Idar-Oberstein

Bau und Streckeneröffnung

Am 15. Dezember 1859 eröffnete die Rhein-Nahe Eisenbahn-Gesellschaft (RNE) das Teilstück der Nahetalbahn zwischen Bad Kreuznach und Oberstein (heute Idar-Oberstein). Die Weiterführung nach Neunkirchen (Saar) und damit die 141,8 Kilometer lange Gesamtstrecke ging am 26. Mai 1860 in Betrieb. In Neunkirchen (Saar) gab es einen Anschluss an die Königlich-Saarbrücker-Eisenbahn nach Saarbrücken. Der Bahnhof Oberstein ging am 15. Dezember 1859 in Betrieb. Direkt hinter dem Bahnhof in Richtung Heimbach durchfuhren die Züge den 392 Meter langen „Homerichen Tunnel“.

Das Empfangsgebäude Idar-Oberstein

Das aus Backstein errichtete Stationsgebäude von 1859 bestand aus zwei dreistöckigen, Eckbauten, die über einen zweistöckigen Mittelbau verbunden waren. Die Anzahl der Stockwerke war der Hanglage geschuldet, da der Gleisdamm gegenüber der Straßenseite erhöht war. Alle Fenster hatten einen Rahmen aus Buntsandstein und besaßen Segmentbögen. Etwas abseits des südlichen Eckbaus befand sich ein Toilettenhaus aus Backstein. Das Erdgeschoss auf der Straßenseite war aus Bruchsteinmauerwerk. Der Hausbahnsteig war Überdacht. Es ist möglich, dass die Fassaden auf der Straßenseite verputzt waren. Schräg gegenüber dem Empfangsgebäude befand sich ein Güterschuppen mit Kopf- und Seitenrampe ebenfalls aus Backstein. Bedingt durch die Hanglage, konnte er nur über einen Tunnel im Bahndamm erreicht werden.

Weitere Streckeneröffnungen und Ausbauten

1884 erfolgte der zweigleisige Streckenausbau. Der nördliche Anbau in Richtung Kirn, der südliche Anbau in Richtung Heimbach und der überdachte Mittelbahnsteig sowie die Verlängerung des Güterschuppens entstanden erst nach 1910. 1913 wurde der Bahnhof in Oberstein-Idar umbenannt. 1934 erfolgte eine weitere Umbenennung in Idar-Oberstein. 2014 erneuerte die Deutsche Bahn AG die Bahnsteige. Im Zuge der Umbauarbeiten des Bahnhofs kaufte die Stadt Idar-Oberstein das Bahnhofsareal und sanierte das Empfangsgebäude. Es bekam einen Neuanstrich. Die Schalterhalle erhielt Bilder von den Sehenswürdigkeiten der Stadt. 2016 entstand ein neuer Bahnhofsplatz mit Busbahnhof und Parkplätzen.

Was hat sich verändert, was ist geblieben

Das ursprüngliche Empfangsgebäude ist im Wesentlichen erhalten geblieben und hebt sich durch den weißen Anstrich vom restlichen Gebäudekomplex ab.
Bahnhof um 1910
Bahnhof um 1910
Luftaufnahme
Bilder Oberstein
Bahnhof um 1910 Bahnhof um 1910 Planung und Konzession Nahetalbahn Bingen (Rhein) Hbf Saarbrücken Hbf PANORAMA